SPD kritisiert CDU-Abkehr von der Mittelrheinbrücke

Maurer: Union hat gemeinsames Ziel und die Menschen im Tal aufgegeben

„Offenbar sind der rheinland-pfälzischen CDU die Menschen im Mittelrheintal und in den angrenzenden Regionen rechts und links des Flusses gleichgültig.“ Mit dieser Feststellung reagierte der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Rhein-Hunsrück, Michael Maurer, auf die Erklärung von fünf CDU-Landtagsabgeordneten aus Rheinhessen, die nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung vom heutigen Donnerstag die geplante Mittelrheinbrücke öffentlich in Frage gestellt und als „Prestigeobjekt der Landesregierung“ bezeichnet haben.

Michael Maurer: „Bisher hatten wir bei diesem für unsere Region so wichtigen Thema eine große überparteiliche Gemeinsamkeit zwischen SPD und CDU. Dieses gemeinsame Ziel wird nun leider von der CDU aufgegeben.“ Zum wiederholten Male hätten sich nun führende rheinland-pfälzische CDU-Vertreter gegen landespolitisch wichtige Projekte gestellt. Die Landesvorsitzende Klöckner und der Fraktionsvorsitzende Baldauf hätten mit leichtfertigen Aussagen den Flughafen Hahn in Misskredit gebracht, und nun würden CDU-Abgeordnete – unter ihnen der Landtagsvizepräsident Schnabel – den Menschen am Mittelrhein die Hoffnungen auf eine Verbesserung der Lebensbedingungen nehmen.

„Das haben die fünf Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion mit ihrer Abkehr von der geplanten und für das Tal so notwendigen Mittelrheinbrücke nun jedenfalls deutlich zum Ausdruck gebracht“, sagte Maurer. Der SPD-Kreisvorsitzende weiter: „Ich kann nur hoffen, dass der Einfluss des Parlamentarischen Geschäftsführers der Unionsfraktion, Hans-Josef Bracht, und des CDU-Landrates Bertram Fleck in ihrer Partei groß genug ist, diese Abweichler einzufangen.“ Die SPD hoffe auf ein Einlenken und appelliere an die Union, bei dieser Frage zur gemeinsamen Linie zurückzukehren. Michael Maurer abschließend: „Die Sozialdemokraten stehen weiterhin ohne wenn und aber zu der Brücke – notfalls auch ohne die CDU. Die Wählerinnen und Wähler werden diesen christdemokratischen Sinneswandel allerdings aufmerksam registrieren.“

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