Eine Mittelrheinbrücke im Bereich St. Goar

Die Diskussion um die Mittelrheinbrücke bei St. Goar scheint nun endlich an Fahrt zu gewinnen. Dies ist im Vorfeld einer endgültigen Entscheidung auch dringend notwendig, damit wir nicht - wie in Stuttgart - erst darüber diskutieren, wenn Entscheidungen getroffen worden sind. Die Gegner der Brücke liefern auch bedenkenswerte Argumente in dieser Diskussion. Das neueste Argument hingegen, dass die Brücke woanders gebaut werden soll. zeigt aber, dass wir bei allen berechtigten Vorbehalten aufpassen müssen, dass uns wieder einmal in der Region St. Goar - St. Goarshausen die Butter vom Brot genommen wird. Die schleichenden Verschlechterungen der Infrastruktur in den vergangenen Jahren würden sich durch einen Brückenbau an einem anderen Ort (z.B. Bingen) weiter fortsetzen.

Als gebürtiger Moselaner war ich seit meinem Umzug an den Rhein von der Notwendigkeit einer Brücke überzeugt. Was wären Städte wie Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach, Cochem und Zell ohne eine Brücke, ganz zu schweigen von den vielen anderen Moseldörfern, die von der vorhandenen Brücke profitieren? Wo könnten heute St- Goar und St. Goarshausen stehen, wenn wir eine Brücke hätten? Ganz ofensichtlich haben die neuen Gegner der Brücke bei St. Goar - St. Goarshausen erkannt, dass es notwendig ist, eine Brücke zu bauen. Deshalb wollen sie die Brücke lieber woanders haben.

Also strengen wir uns ein wenig an, die Konkurrenz schläft nicht!

Peter Schneider, St. Goar, Mitglied des SPD-Kreisvorstandes

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