SPD will Verlauf des Radwegs korrigieren

Verkehr Zweimalige
Querung der B 9 in
St. Goar „gefährlich“

St. Goar. Der Vorstand des SPDOrtsvereins St. Goar beschäftigte sich auf der jüngsten Vorstandssitzung mit dem neu ausgebauten Fahrradweg innerhalb der Kernstadt St. Goar. Die jetzige Wegeführung mit der zweimaligen Radwegequerung der B 9 stellt sich für die Genossen in der Örtlichkeit
noch wesentlich gefährlicher dar, als aufgrund der Planungsunterlagen zu befürchten war. Der SPD Fraktionsführer im Stadtrat, Bernd Heckmann, will sich dafür einsetzen, dass der Verlauf des Radweges korrigiert wird, noch bevor der Ausbau der B 9 abgeschlossen ist.
Der stellvertretende Fraktionssprecher Hans Werner Stein erklärte, die SPD habe im Stadtrat immer wieder auf den katastrophalen Verlauf des Radwegs aufmerksam gemacht. Die bessere Wegeführung wäre zwischen dem oberen Anlageweg in den Parkanlagen und den Parkflächen gewesen. Auch hätte man sich dann die hohen Kosten für die Stützmauer in der Rheinstraße sparen können.
Peter Ockenfels beklagte: „Da werden im gesamten Mittelrheintal Millionen ausgegeben für einen sicheren durchgehenden Radweg. Und dann verlangt man im St. Goarer Kernstadtbereich auf Höhe Rathaus und Hotel Goldener Löwe, dass der Radfahrer auf einer Strecke von wenigen Metern die starkfrequentierte Bundesstraße zweimal kreuzen muss. Und das auf einer Bundesstraße, die sich nach dem Ausbau eher wie eine kanalisierte Schnellstraße als eine beruhigte Ortsdurchfahrt präsentiert. Daran ändert auch der neu aufgestellte Schilderwald nichts. Alle Verkehrsteilnehmer sind von der Flut der Verkehrsschilder auf wenigen Metern überfordert.“
Der LBM erklärt: „Die zweimalige Radwegequerung entspricht dem ausdrücklichen Wunsch der Stadt St. Goar, die auf diese Weise den Radverkehr aktiv in die Stadt hinein leiten wollte“. Ockenfels hält das für inakzeptabel.
Der LBM hat in einem Schreiben an den SPD-Vorsitzenden ein Einlenken signalisiert und bietet der
Stadt St. Goar und der Verbandsgemeinde Gespräche und einen Ortstermin an. Einen solchen Ortstermin lehnt Stadtbürgermeister Horst Vogt jedoch ab. Ockenfels: „Wie immer: Der Stadtbürgermeister traut sich nicht an die Beschüsse seines Vorgängers Walter Mallmann heran.“

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 25.Juli 2016

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